Firmen-Weblog als Marketing-Instrument
geschrieben am 14.04.2007 in Computerecke, Internet, Marketing von Joe ·

Bloggen ist in. Weltweit starten täglich über 100′000 neue Blogs weltweit. Fast alles davon sind private Blogs. Dabei können sich auch Firmen den Blogs als Marketingwaffe bedienen. Der Firmenblog kann verwendet werden um das Image und die Kompetenz in der Öffentlichkeit zu steigern. Er hilft auch dabei, dass die Besucherzahlen auf die eigene Website geradezu explosionsartig in die Höhe klettern. Und ein besseres Suchmaschinen-Ranking ist durch einen Weblog garantiert. Wenn einige Dinge beachtet werden…

1. Die richtige Software

Um zu bloggen, gibt es entweder die Möglichkeit einen - meist kostenlosen - Blogservice zu nutzen oder eine eigene Blogsoftware auf dem Webserver zu installieren. Firmen sollten auf alle Fälle zweitere Möglichkeit nutzen, damit man nicht von einem dritten Dienstleister abhängig ist. Außerdem wird bei den Blogservicen oft Werbung geschalten, um das kostenlose Angebot zu finanzieren. Das könnte wiederum die eigene Firma in einem schlechten Licht erscheinen lassen. Deshalb: Finger weg.

Eine der beliebtesten und mächtigsten Blog-Software ist Wordpress. Das Schöne: Wordpress ist Open Source, d.h. völlig kostenlos. Die Basisinstallation ist schnell und einfach durchgeführt. Somit sollte der Firmen-Blog schonmal nicht am Finanziellen scheitern. Außerdem ist Wordpress sehr einfach zu Bedienen und zu Handhaben.

Dennoch bietet Wordpress eine Fülle von Funktionen. Das Verfassen und Editieren von Beiträgen und Inhalten ist durch den WYSIWYG-Editor so einfach, wie einen Brief in Word zu schreiben. Schön ist, dass der generierte Code von Wordpress dem XHTML/CSS Standard entspricht, was vor allem (aber nicht nur) für Suchmaschinen eine Rolle spielt. Es können auch mehrere Benutzer mit unterschiedlichen Rechten angelegt werden. So können für die unterschiedlichen Inhalts-Kategorien unterschiedliche Autoren und Herausgeber festgelegt werden.

Außerdem gibt es eine Fülle von verschiedenen PlugIns, die den Blog mit wenigen Mausklicks mit bestimmten Funktionen erweiteren und verbessern (z.B. um Bildergalerien oder Videocasts).

2. Das Design

Wenn bereits eine Firmen-Website vorhanden ist, sollten der Weblog an das Design angepasst werden und möglichst nahtlos in den Webauftritt integriert werden. Durch das durchdachte Template-System von Wordpress, stellt die Anpassung und Integration für den erfahrenen Web-Entwickler kein Problem dar. Ist noch gar kein Auftritt vorhanden, oder sollte er dringend überarbeitet werden, stellt sich die Frage die komplette Website mit Wordpress zu verwalten. Ob das CMS für Ihre Firmen-Website geeignet ist oder nicht, erfahren Sie am Besten in einem beratenden Gespräch mit Ihrer Web- oder Werbeagentur.

3. Was soll durch den Firmenblog erreicht werden?

Wozu das Ganze? Nun, zunächst einmal kann Wordpress als CMS verwendet werden, dass einfach und ohne Schulungen von nahezu jedem bedienbar und obendrein noch kostenlos ist. D.h. Sie können Ihre Website oder Teile davon (je nachdem) damit ohne HTML-, PHP- oder ähnliche Kentnisse aktualisieren, erweitern und bearbeiten. Sollten Sie noch gar kein CMS verwenden, sparen Sie also schonmal Zeit und Geld.

Eine Frage, die sich viele Firmen stellen: “Wie erhält unsere Website mehr Besucher?” oder “Wie schaffen wir es bei Google eine gute Platzierung zu erreichen”.

Beginnen wir zunächst mit dem Technischen. Google indiziert Inhalte und bewertet diese nach bestimmten Richtlinien. Da Wordpress, wie schon erwähnt, Standard-HTML Code generiert, ist es für Suchmaschinen besonders einfach die Inhalte auszulesen. Hinzu kommt, dass Wordpress sog. Permalinks unterstützt, was in Suchmaschinen dafür sorgt, dass Suchanfragen mit best. Keywords besser bewertet werden. Permalinks sind im Prinzip nichts anderes, als dass die Web-Site-Adress die Keywords, z.B. den Seitentitel, enthält. So hat diese Seite z.b. die URL www.intermediaware.de/backstage/Firmen-Weblog-als-Marketing-Instrument und nicht etwa www.intermediaware.de/backstage/?p=55. Und das macht für die Suchmaschinen durchaus einen Unterschied aus.

Technisch hätten wir mit Wordpress also alle wichtigen Dinge beachtet.

Der nächste Schritt ist es guten Inhalt und gute Artikel zu erstellen. Es gibt viele Möglichkeiten, welche Inhalte interessant sein könnte. So können Firmen z.B. Tipps zu bestimmten, eigenen Produkten geben. Es können Artikel über vergangene Events, z.b. einem Messeauftritt, verfasst werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Um langfristig die Besucherzahlen zu steigern, sollte folgendes beachtet werden:

  • Nützlicher Inhalt
    Die Beiträge, die Sie in Ihren Blog stellen sollten für Ihre relevante Zielgruppe nützlich sein. Verfassen Sie daher Ihre Beiträge nicht werblich, sonder ehrlich. Wenn die Besucher Ihre Beiträge als gut bewerten, werden Sie sie automatisch als kompetente Firma oder Person ansehen. Ein Basisvertrauen ist spielend geschaffen. Und der Besucher beginnt auch die anderen Teile Ihrer Website zu durchforsten und wird zum potentiellen Neukunden oder Partner.
  • Einzigartige Artikel
    Natürlich ist es einfache, bereits existierende Artikel aufzuschnappen und darüber zu berichten, aber langfristig bringen Ihnen nur Beiträge etwas, die es sonst niergends gibt. Damit schaffen Sie es, dass Ihre Besucher wiederkommen, weil Sie wissen, dass Sie bei Ihnen besondere Informationen erhalten.
  • Zeitlose Artikel
    Grundsätzlich sollten Sie Artikel, die nicht an ein bestimmtes zeitliches Ereignis gebunden sind verfassen. Wenn Sie dies nämlich schaffen, erhalten Sie einen ständigen Besucherstrom. Ein zeitloser Beitrag, bringt Ihnen nämlich jeden Monat aufs Neue Besucher von Suchmaschinen oder anderen Blogs, die auf Ihre Seite verlinken. Wenn Sie jeden Monat einige solcher Artikel veröffentlich, werden die Besucherzahlen nach einiger Zeit explosionsartig nach oben wandern.
  • Schreiben Sie für Menschen, nicht für Computer
    Versuchen Sie nicht krampfhaft, irgendwelche Keywords in Ihre Beiträge zu schmuggeln. Denken Sie daran: Sie schreiben für Menschen, nicht für irgendwelche Suchmaschinen-Bots. Einige Blogs erhalten mittlerweile auch den größten Besucherstrom von anderen Blogs, die auf sie verweisen. Wordpress unterstützt auch sog. Trackbacks und Pings. D.h. wenn Sie ein Beitrag posten, werden automatisch div. Blogs benachrichtigt. Wenn der Artikel interessant erscheint, wird automatisch auf Ihre Seite gelinkt. Das Schöne: Solche Links helfen gleichzeitig auch wieder für eine bessere Suchmaschinen-Position, da Google z.B. die eingehende Links auf eine Seite als Kriterium beinhaltet.
  • Regelmäßig neue Inhalte posten
    Wichig ist, dass Sie immer mal wieder neue Inhalte einstellen. Dabei find ich persönlich aber Qualität wichtiger als Quantität. Also bevor ich zehn kurze, aber unwichtige Beiträge verfasse, würde ich lieber einen ausführlichen, aber guten und sinvollen schreiben. Durch die Benutzerverwaltung in Wordpress, ist es auch möglich mehrere Autoren zu definieren. So können Sie die Arbeit unter verschiedenen Mitarbeitern aufteilen.

Ein praktisches Beispiel

Das beste Beispiel, dass ich geben kann ist diese Seite. Unser Blog ist relativ neu und hat noch nicht besonders viele Inhalte. Aber der Traffic zu unserer Seite hat sich seit Beginn des Blogs fast verdreifacht. Das Schöne ist, dass immer mehr Artikel dazukommen. Und jeder gute Artikel bedeutet letztendlich ein paar Besucher mehr im Monat, die unsere Seite finden. Wenn die Leser die Inhalte für gut befinden, möchten sie natürlich auch wissen wer hinter dem Text steht und schwupps surfen Sie durch die ganze Website und werden schneller als man denkt zu neuen Kunden - es ist ja schonmal ein Basisvertrauen durch die kompetenten Inhalte aufgebaut.